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London



London ist die Hauptstadt Englands und des Vereinigten
Königreiches Großbritannien und Nordirland. Die Stadt liegt an der Themse in Südostengland auf der Insel Großbritannien. Das heutige Verwaltungsgebiet mit den Stadtbezirken
entstand am 1. April 1965 mit der Gründung von Greater London (deutsch Groß-London). In dem Verwaltungsgebiet Greater London leben 7.512.400 Menschen (2006), davon 2.972.900 in den 13 Stadtbezirken von Inner London. London ist damit die bevölkerungsreichste Stadt der Europäischen Union. Die Agglomeration hat 8.278.251 Einwohner (2001).

London ist eines der wichtigsten Kultur-, Finanz- und Handelszentren der Welt (Weltstadt). In der Stadt befinden sich zahlreiche Universitäten, Hochschulen, Theater und Museen. Das Stadtgebiet von Greater London, welches in Inner- und Outer London unterteilt ist, gliedert sich in die City of London und weitere insgesamt 32 Stadtbezirke („London boroughs“), darunter auch die City of Westminster. London ist Sitz der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO).


Geographische Lage

London erstreckt sich etwa 45 Kilometer entlang der schiffbaren Themse und liegt durchschnittlich 15 Meter über dem Meeresspiegel. London entstand aus einer Siedlung am Nordufer, der heutigen City of London. Die London Bridge war bis 1739 die einzige Brücke über den Fluss.

Aus diesem Grund befindet sich der größere Teil der Stadt nördlich des Flusses. Mit dem Bau weiterer Brücken im 18. Jahrhundert und dem Bau der Eisenbahnen im 19. Jahrhundert begann sich die Stadt in alle Richtungen auszudehnen. Die Landschaft ist flach bis leicht wellig, wodurch das ungehinderte Wachstum begünstigt wurde.

Die Themse war in früheren Zeiten wesentlich breiter und seichter als heute. Sie wird heute fast gänzlich durch Dämme begrenzt und die meisten Zuflüsse fließen unterirdisch. Die Gezeiten der Nordsee machen sich in London noch deutlich bemerkbar, die Stadt ist deshalb durch Überschwemmungen und Sturmfluten gefährdet. Bei Woolwich - östlich von Greenwich gelegen - wurde in den 1970er Jahren der Thames Barrier gebaut, um diese Gefahr einzudämmen.

Die geografischen Koordinaten des Stadtzentrums in der Nähe des Trafalgar Square sind 51,30 Grad nördlicher Breite und 0,08 Grad westlicher Länge. Durch das königliche Observatorium, dem Royal Greenwich Observatory in Greenwich, wurde der bekannte Nullmeridian gelegt. Er ist Ausgangspunkt der Längengrade und damit auch der Zeitzonen.


Geologie

Südostengland mit der Hauptstadt London, der am meisten begünstigte Teil der Hauptinsel, unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von den anderen Landesteilen. Die geologische Struktur wird durch die mesozoischen Sedimente bestimmt, die eine großzügig gegliederte Schichtstufenlandschaft entstehen ließen. Ihre Höhen ragen nirgends hoch auf, so dass der gesamte Raum die klimatischen Vorteile des Südostens genießt. Denn die Niederschläge sind geringer, und trotz größerer winterlicher Kälte ist der wärmere Sommer dem Ackerbau günstig, zumal da die meisten Gesteine und die darüberliegenden glazialen Ablagerungen wesentlich bessere Böden ergeben als in den Gebirgsländern.

Wenn trotzdem im Laufe der letzten Jahrhunderte der Ackerbau immer wieder Rückschläge zeigte, so sind diese in der ökonomischen Struktur Großbritanniens, keineswegs in der Natur des Landes begründet. In dem kontinentnahen Südosten hat von jeher das Schwergewicht des Inselreiches gelegen. Hier fassten die vom Festland kommenden Eroberer – Römer, Sachsen, Normannen – zuerst Fuß. Auch als mit der Entdeckung Amerikas und der Entwicklung der Überseeschifffahrt die Außenseiten der Insel infolge ihrer günstigeren Lage stärker belebt wurden, konnte sich das alte Kulturzentrum behaupten. London blieb das Tor der Inselwelt.


Stadtgliederung

London gliedert sich in 32 Stadtbezirke (London Boroughs) und die City of London.

1. City of London
2. City of Westminster
3. Kensington and Chelsea
4. Hammersmith and Fulham
5. Wandsworth
6. Lambeth
7. Southwark
8. Tower Hamlets
9. Hackney
10. Islington
11. Camden
12. Brent
13. Ealing
14. Hounslow
15. Richmond
16. Kingston
17. Merton
18. Sutton
19. Croydon
20. Bromley
21. Lewisham
22. Greenwich
23. Bexley
24. Havering
25. Barking and Dagenham
26. Redbridge
27. Newham
28. Waltham Forest
29. Haringey
30. Enfield
31. Barnet
32. Harrow
33. Hillingdon


Klima

London befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die Sommer sind warm, aber selten heiß; die Winter sind zwar kühl, doch sinkt die Temperatur selten unter den Gefrierpunkt. Der wärmste Monat ist Juli mit 16,3 Grad Celsius im Durchschnitt, der kälteste Januar mit 3,9 Grad Celsius im Mittel. Die höchste jemals in London gemessene Temperatur war 37,9 Grad Celsius, gemessen während der Hitzewelle 2003. Die große überbaute Fläche hält die Wärme zurück und schafft dadurch ein Mikroklima. Manchmal ist es in der Stadt bis zu fünf Grad wärmer als in der umliegenden Landschaft.

Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 9,7 Grad Celsius und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 753 Millimeter. Im Dezember gibt es den meisten Niederschlag mit durchschnittlich 80 Millimeter und der wenigste im Juli mit 44 Millimeter im Durchschnitt. Schnee fällt eher selten, höchstens einige Zentimeter pro Jahr. Ereignisse wie die Schneekatastrophe von 1978, als London geradezu im Schnee versank, sind eine Seltenheit. Keine Seltenheit sind dagegen Inversionswetterlagen. Eine davon führte 1952 zu einer großen Smog-Katastrophe.


Religionen

Die Religionsverteilung ist laut Volkszählung 2001 wie folgt: Christen (58,2 Prozent), Muslime (8,5 Prozent), Hindus (4,1 Prozent), Juden (2,1 Prozent), Sikhs (1,5 Prozent) und Buddhisten (0,8 Prozent), andere (0,5 Prozent). 15,8 Prozent der Londoner gehören keiner Religion an. Keine Angaben machten 8,7 Prozent der Bevölkerung.

Die Mehrheit der Christen gehört der Anglikanischen Gemeinschaft an. Hauptkirche und Sitz des Bischofs ist die Saint Paul’s Cathedral. Die katholische Hauptkirche von Wales und England ist die Westminster Cathedral. Seit das englische Königshaus den protestantischen Glauben (Anglikanische Kirche) angenommen hatte, gab es viele Jahrhunderte keine katholischen Gotteshäuser in London. Erst im 19. Jahrhundert etablierten sich wieder katholische Gemeinden. Weitere christliche Religionsgemeinschaften sind die United Reformed Church, die Heilsarmee, die Quäker und die Orthodoxe Kirche.

Die Stadt ist das Zentrum des Islam in Großbritannien. Etwa 38 Prozent der 1,589 Millionen britischen Muslime lebten laut Volkszählung 2001 in London. Siedlungszentren sind überwiegend die Stadtbezirke Tower Hamlets und Newham. Die London Central Mosque ist die größte Moschee der Hauptstadt.

Von den 558.000 britischen Hindus lebten 2001 circa 52 Prozent in London. Siedlungszentren sind vor allem die Bezirke Brent und Harrow sowie der Stadtteil Southall im Bezirk Ealing im Westen Londons. Der Neasden Temple war bis zur Eröffnung des Shri Venkateswara (Balaji) Temple in Tividale (West Midlands) im August 2006 der größte Hindu-Tempel außerhalb Indiens.

Etwa 56 Prozent der 267.000 britischen Juden lebten 2001 in der Hauptstadt. Siedlungszentren sind Stamford Hill im Bezirk Hackney und Golders Green im Bezirk Barnet.


Einwohnerentwicklung

Schon 140 n. Chr. lebten in London 30.000 Menschen, 1300 waren es bereits 100.000 und 1801 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von einer Million. London war von 1825 bis 1925 die bevölkerungsreichste Stadt der Welt, bis sie von New York überholt wurde. Bei der Volkszählung im Jahre 2001 wurden 7.172.091 Einwohner gezählt.

London ist traditionellerweise ein Anziehungspunkt für verschiedene Kulturen und Religionen. Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts hauptsächlich Iren, Polen, Italiener und osteuropäische Juden nach London kamen, sind seit circa 1950 vor allem Menschen aus ehemaligen britischen Kolonien, beispielsweise Indien, Pakistan und Bangladesch, eingewandert.

Bei der Volkszählung 2001 stammten 6,1 Prozent der Bevölkerung vom indischen Subkontinent, 5,3 Prozent aus Schwarzafrika und 4,8 Prozent aus der Karibik, 1,1 Prozent waren chinesischer Abstammung. Insgesamt wurden 72,9 Prozent der Bevölkerung Londons in Großbritannien geboren, 5,3 Prozent in weiteren Ländern der Europäischen Union (EU) und 21,8 Prozent außerhalb der EU.

Die Agglomeration von London dehnt sich über das eigentliche Stadtgebiet von Greater London hinaus und zählt 8.278.251 Einwohner (2001). Dies sind mehr als in Schottland und Wales zusammen. London ist damit eine der größten Agglomerationen Europas.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1750 handelt es sich um Schätzungen, von 1801 bis 2001 um Volkszählungsergebnisse und 2006 um eine Berechnung.


Quelle: Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie.
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